Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

börde, f.

börde, f.
plaga, tractus fertilis, ein fruchtbarer, ebner landstrich, z. b. die Magdeburger, Soester, Warburger börde; auf der bremischen geest führen dreizehn vogteien den namen börde; güter, welche sein vater auszerhalb der börde Corzieres besessen hatte. Möser verm. schr. 1, 352. Gerhard von Minden in seinen 1370 gedichteten fabeln braucht den ausdruck borde öfter:
de was dar richter in der borde.
s. 43;
mein lif is vaster den iuwe worde,
klen ofte grot ei in der borde.
s. 47;
wo vele is richtere in der borde,
der islek gerne ein havek worde.
s. 48.
borde ist sonst bürde, was getragen wird, hier das was trägt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1854), Bd. II (1860), Sp. 239, Z. 73.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„börde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%B6rde>, abgerufen am 23.10.2021.

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