Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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börnen

börnen,
ardere und urere, brennen: bornen oder brennen, comburere, ardere, cremare. voc. 1482 e 1ᵇ; burnen succendere. voc. ex quo 1469.
1)
intransitiv, börn ardeo. Alberus; da ligt es alles an, da börnt es, lieber bruder. Luther 3, 66; die teufel lassen sich oft sehen mit leiblicher gestalt, wie die flammen am himel daher ziehen, in drachengestalt oder andern figuren, item in welden und bei dem wasser, da man sie sihet wie die böcke springen, oder börnen wie die wische, kriechen in die sümpfe und tümpel, das sie die leute erseufen. 5, 521ᵇ. wetterauisch, es bornt! es brennt! feuerruf.
2)
transitiv, ich gehe schwarz einher und börnet mich doch die sonne nicht. Hiob 30, 28; als auch s. Augustin spricht, ah gott, börne hie, haue hie, schlag hie, und schone unser dort. Luther 1, 19ᵇ; daher auch das sprichwort kompt, so man von solchen entschüldigern spricht, ei wie weisz börnet er sich! ei börne dich nicht zu helle! 4, 533ᵇ; der destiliert, zeucht ab und börnt. Thurneisser archidoxa 51. vgl. bernen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 244, Z. 77.

börnen

börnen,
pecus adaquare, zum brunnen führen, tränken, von born abgeleitet; man gebraucht es auch vom säugen der kälber mit milch. ein ahd. prunniôn, mhd. brünnen entspräche, ist aber nicht aufzuweisen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 245, Z. 15.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„börnen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%B6rnen>, abgerufen am 15.10.2021.

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