Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bösfetig

bösfetig,
subdolus: die kais. mt. sei für ir person nit so bösfetig. Schertlins br. 179 (a. 1546); man würde einen druckf. für bösfertig vermuten, stellte nicht auch Maaler neben bösfertig ein bösfätig subdolus auf. was soll man aus diesem fetig machen? entspringt es durch ausstosz des R, wie fodern für fordern, mader für marder u. s. w.? doch weicht auch ä, das sonst bei Maaler = mhd. ë, und nicht e steht, ab, und 134ᵇ gibt er nur fertig, nicht fätig. fettich, fittich steckt kaum in fätig, denn man sagt wol ein böser, schlimmer fittich, aber nur substantivisch. sollte fätig, fetig sich berühren können mit dem alts. fathi gressus?
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 257, Z. 55.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„bösfetig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%B6sfetig>, abgerufen am 27.10.2021.

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