Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bübchen, n.

bübchen, n.
puerulus, pupulus, nnl. boefje, büblein, schweiz. bubi. Gotthelf schuldenb. 54. zum erstenmal im vogelnest 1, 3 (Simpl. 2, 243): das bübchen war auch der art, dasz es gern informieren liesze (unterweisung annahm) und zwar wer wollte nicht, wenn man einem nur von faulheit, freiheit und müsziggang predigt. in Schlampampe leben 35 ist galantbüfchen deutlich nach boefje. im 18 jh. wurde bübchen allgemein, nach allen bedeutungen von bube:
unsre mädchen, unsre bübchen
spielen künftig auf dem mist.
Göthe 1, 161;
gauklerin, da ersah ich in dir zu den bübchen das urbild,
wie sie Johannes Bellin reizend mit flügeln gemahlt.
1, 358;
will das bübchen doch den meister machen!
2, 188;
warum tanzen bübchen mit mädchen so gern?
2, 230;
so weis mir sie doch. wer ist sie denn?
die kennt wol manches bübchen!
2, 274;
doch wie ein bübchen
fliehst du den streit.
10, 279.
wer wird gevatter, wenns ein bübchen ist? Fr. Müller 1, 308. er weisz nicht, ob er ein bübchen oder ein mädchen ist, befindet sich in der allergröszten verwirrung, wie, er weisz nicht obs tag oder nacht ist, er weisz vornen nicht ob er hinten lebt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 457, Z. 46.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„bübchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%BCbchen>, abgerufen am 19.10.2021.

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