Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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bübisch

bübisch,
meretricius, flagitiosus, frei, frech, voc. 1482 e 2ᵇ scurrilis: wie denn, sprechen sie, wenn ich weder ehelich noch bübisch würd und hielt mich mit gewalt? Luther 2, 172ᵇ; das seind sündlich, bübisch, leckerisch, schampere wort. Keisersb. s. d. m. 49ᵇ;
des pübischen wirt sonst vil verpracht,
dasselbig legwir heur dernider.
fastn. 819, 19;
so bald als sie (die kinder) gond usz der wiegen,
müssen sie degen an in han
und uf das büebischt einher gan,
das vor ziten was ein grosze schand,
des lauft vol buoben ietz das land.
1031, 18;
weil ir euch also bübisch stelt.
H. Sachs I, 515ᵇ;
das umbschweifend und bübisch auge geben wol zu verstehen, was du innen am schilt fürest. Petr. 22ᵃ; nimmer ist ein herr so bös, frech und bübisch. Kirchhof wendunm. 57ᵃ; jedoch ist gleichwol auch manche fromme ehefrauw, die der andern wüst, bübisch, schändlich leben im geringsten nicht loben. mil. disc. 114;
du schändlicher, bübischer mann!
Bürger 62ᵃ;
o des schändlichen beginnens,
o des bübischen verrats.
Herders Cid 57.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 466, Z. 41.

bübisch, adv.

bübisch, adv.
turpiter: schentlich und bübisch schlagen. Keisersb. s. d. m. 73ᵃ; ich bin bübisch um mein leben bestolen. Schiller 213ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 466, Z. 63.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„bübisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%BCbisch>, abgerufen am 20.10.2021.

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