Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

büchsenstein, m.

büchsenstein, m.
glans lapidea, plumbea: büchsenstein, die man mit der schlingen in die feind wirft, plumbum ales. Maaler 81ᵇ; denn ir solt sehen, das ich alle büchsenstein in ermel fassen wil, die sie gegen uns schieszen. Luther 3, 129ᵇ; und die büchsensteine würden zurücke keren im schieszen und die feinde treffen. 3, 134ᵇ; wo ist nu Münzers ermel, darein er wolt alle büchsensteine fahen, die wider sein volk geschossen würden? das.; und meinet es schneie mit büchsensteinen zu im hinein. 3, 249ᵇ; etliche können eisen- und büchsenstein beschweren. 3, 329ᵇ; gott leszt inen teglich die sonne scheinen und aller seiner wolthat überflüssig genieszen, die doch vielmehr werd weren nicht einen stro halm und ein augenblick liechts zu haben, sondern das er on unterlasz eitel hellisch fewer liesz uber sie regen und mit stralen, hagelspieszen und büchsensteinen auf sie schlacken und schloszen. 5, 394ᵃ; denn die sünde, die ist nichts denn eitel spiesz und büchsensteine. 6, 270. heute ist aber büchsenstein was flintenstein, silex pyromachus, feuerstein der büchse.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 478, Z. 59.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„büchsenstein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%BCchsenstein>, abgerufen am 08.12.2021.

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