Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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bürstlein, n.

bürstlein, n.
bürstchen, kleine bürste: mit einem hölzinen reisbürstlein das haubt kratzet und rieb. Garg. 173ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 552, Z. 53.

bürstlein, n.

bürstlein, n.
puer, bürschchen, wie burst für bursch, früher auch noch mit der collectivbedeutung von bursa, contubernium: das kein ordentlicher gereuf (raufen) ist, als wann die liechter ausgehen und das bürstlein einander trewlich mit streichen gemeint. Fischart groszm. 26; das redlich bürstlein henker. 69; rosbuben in Friesland, rotruhrbürstlein im Niderland. 71; dem geizkreuzigen, geltmelkenden Judasbürstlein. 87; zu lieb dem eingieszenden bürstlein (den weintrinkern). Garg. 30ᵃ; hie ligt er im treck in aller sau namen, wie ein geschlachtes bürstlein (ferkel? heiszt hier das geschlachtete schwein bürschchen, wie der gefangne fisch bursch, sp. 549). 94ᵇ; hielt er bei seim bürstlein (zechgelag) an, das man es auf ein newes anfieng, da man es vor gelassen hat, lustig gut geschirr zu machen. 102ᵇ; Orlandus ist für das ungezogene volk und das unflätige bürstlein. Phil. lugd. 5, 280; hette sie bei dem bürschlein (so) drauszen bleiben müssen. 5, 298. noch heute sagt man in Schwaben und der Schweiz bürschtle, bürschtli für bürschchen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 552, Z. 55.
Zitationshilfe
„bürstlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%BCrstlein>, abgerufen am 16.07.2020.

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