Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bader, m.

bader, m.
balneator, βαλανεύς, dann auch chirurgus, der kranke zu baden, öffentliche badstuben zu halten pflegt, wo zu ader gelassen und geschröpft wird; zuweilen vom barbier unterschieden. bischof oder bader, aut caesar aut nihil; bischof oder bader, es muͦsz gehn oder brechen. Frank sprichw. 2, 89ᵃ; und wollen mit dem kopf hindurch, drein oder drüber, bischof oder bader. Luther 4, 444ᵇ;
weh dem, der mit einem hadr
in seiner not von diesem badr
sich musz die kolbe lassen heiln.
Ringwald laut. warh. 34;
ein schlag, den nicht sobald der bader heilt.
83;
bader erkennt man an der schürze und nimmt in ihrem amte ihnen nichts übel. Göthe 8, 38; ein versoffener bader. Stieler 76;
er iʒʒet als ein mâder
und trinket als ein bader.
jüngling 610;
sô iʒʒ ich als ein mâder,
sô trink ich als ein bader.
far. schüler 227;
den schlechten reim mâd: bad hatte auch ein anderes sprichwort (bad 2).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1073, Z. 64.

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Zitationshilfe
„bader“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bader>, abgerufen am 24.11.2020.

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