Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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banse, f.

banse, f.
venter. s.bansch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1119, Z. 33.

banse, m. oder f.

banse, m. oder f.
horreum. Stieler 94 setzt an bans oder banse m., das brem. wb. 1, 49 banse, kornbanse scheune, Schütze im holst. id. 1, 67 banse, holtbanse, aufgestapeltes brennholz, im Braunschweigischen ist banse der scheuneraum, wo die garben geschichtet werden; zu ihrem glücke befindet sich in einer nebenbanse (an der scheune) einer meiner leute. westf. Robinson 136; demnach springt schon gemeldter lustige bruder aus der banse. 137. Das wort, bisher weder ahd. noch mhd. aufzuweisen, auch der schweizerischen, schwäbischen, bairischen, östreichischen volkssprache, die dafür barn gebrauchen, wie den wörterb. von Dasypodius, Maaler, Henisch mangelnd, musz dennoch von höchstem alter sein, da schon Ulfilas bansts gewährt, welches wie ansts altn. âst, auf ein altn. bâst schlieszen liesze, wofür sich aber, ohne T, bâs stabulum, praesepe bovis, schw. baͦs, dän. baas findet. bâs würde einem goth. bans gleich stehen, wie âs dem goth. ans, und bans erreicht die hochd. formen bans, banse, bansam. Noch mehr, auch ein ags. bôs oder bôse praesepe bovis, analog dem ôs für ahd. ans, altn. âs, ergibt sich theils aus der ableitung bôsig praesepe, theils aus den ortsnamen Bôsvurđ (engl. Bosworth), Bôsanhâm, Bôsanhangra, Bôsehâmburne in Kembles urkunden; ja in nordengl. volkssprache lebt noch heute boose kuhstall. Die vorstellungen scheune, krippe, stall grenzen aber natürlich an einander (vgl. unten barn), zumal wenn man im alterthum ein flechtwerk von weiden und holz, wohin schon das lat. praesepe führt, für diese räume annehmen, und auf die wurzel binden zurückgehen will, von der auch bast, weidenband, lindenband herzustammen scheint. Auch mlat. und romanische wörter begegnen hier, man vgl. Ducange unter banastum cista, corbis, sp. banasta (Diez 1, 56) bansa vitis species, bansella corbis, bansta flagellum; franz. banse, groszer korb. s.bast.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1119, Z. 34.

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Zitationshilfe
„banse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/banse>, abgerufen am 28.05.2020.

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