befremden
Fundstelle: Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1270, Z. 66
mirum videri, nnl. bevreemden.
1)
diese sache befremdet; sein unzartes auftreten muste befremden; die erklärungen des Apollo befremdeten mich endlich und seine handlungen noch mehr. Wieland 2, 22.
2)
gewöhnlich unpersönlich: es befremdet mich sehr, nimmt mich fremd; hat mich im geringsten nicht befremdet; lasz dich nicht befremden; mich befrembd, dasz du sampt deim gesellen in solcher armut so frölich lebest. Bocc. 2, 115ᵃ; denn warlich, doctor Held sich etwas scharpf uf den tag zu Schmalkald hörn lassen, das sich die fürsten befrembdt (verwundert). Lanz Carl 5 s. 262; darinn sich niemandts soll befrembden, dasz nicht recht zugange. Paracelsus 2, 199ᵃ; lasz dich nicht wunder nehmen, was du gesehen hast, noch dich es befrembden. pers. baumg. 1, 1; lasz dich nicht befrembden dessen, was der alte mann vorgebracht hat. 1, 6; wem (für wen) sollte hier nicht der sonderbare gegensatz befremden. Lessing 7, 347; insonderheit ermahnte er mich, mein urtheil über alles zurück zu halten, mich durch nichts befremden zu lassen. Wieland 2, 21; man wird sich nicht befremden dürfen. Kant 8, 359.
3)
dieses liesz sich bemelter legat sehr befrembd fürkommen. Micrälius 5, 219; welchem befremdet fürkam. Lohenst. Arm. 1, 85.
befremden n
Fundstelle: Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1271, Z. 6
zu meinem groszen befremden.
Zitationshilfe
„befremden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/befremden>, abgerufen am 27.04.2018.

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