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behaben, n.

behaben, n.
habitus, gestus: nicht ohne bewunderung hatte der major das äuszere behaben seines alten freundes im ganzen und einzelnen betrachtet. Göthe 22, 39; ich fand den vater allein, der an meinen tritten und schritten, an meinem gehen und kommen, an meinem tragen und behaben noch manches ausbesserte. 25, 281; den gesichtsausdruck und das behaben eines blühenden in liebe befangenen mädchens, dem ort und stelle einer zusammenkunft ins ohr geraunt wird. 44, 262.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1316, Z. 36.

behaben

behaben,
ahd. pihapên tenere, obtinere (Graff 4, 733), mhd. behaben (Ben. 1, 599).
1)
diese alte bedeutung von behalten, behaupten dauert noch im 16 jh., doch verwechselte man behaben und beheben (Ben. 1, 645ᵃ):
kein zan hett sie behan.
Brant narrensch. 290;
hie wirt das leben erhalten, behabt oder verloren. Frank chron. 499ᵃ; Maaler 54ᵈ behaben, behalten, retinere; 55ᵇ behan, behalten, compescere; behaben mit dem eide. Haltaus 119. Henisch und Stieler führen das wort nicht mehr auf.
2)
Göthe verwendet sich behaben im sinne von sich gehaben, sich benehmen, sich halten, se gerere: sie war himmlisch gut, wenn sie sich nach ihrer weise behaben konnte. 26, 38;
wie könnt ihr euch so wunderlich behaben,
als wolltet ihr des nachbarn weinberg graben?
47, 125;
indessen er sich an meinem eigenthum gar wol behaben mochte. 48, 16.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1316, Z. 19.

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Zitationshilfe
„behaben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/behaben>, abgerufen am 07.06.2020.

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