Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

belang, m.

belang m
momentum, bedeutung, nnl. belang: die sache ist von belang, von keinem, von geringem belang; bei dem volke anfragen, ob die republik die urtheile fällen sollte? die antwort war, des belangs wäre die sache nicht. Klopstock 12, 276; da die aldermänner dabei blieben, nichts vorzunehmen, das von belange wäre. 12, 330; eine moralische betrachtung von wichtigem belang. Wieland 8, 199; wir können uns keinen moralischen werth von belange denken. Kant 6, 228; sein ganzes wesen war allem, was man belang nennen kann, geradezu entgegen. Hippel lebensl. 1, 55; wol zwanzig bis dreiszig gute bücher unter drei bis viermal so vielen, die entweder schlecht oder von keinem belang waren. Siegfr. von Lindenb. 4, 302; ein ausdruck von sehr wichtigem inhalt und belang. Münchhausens reisen 46; dieses weiter auszuführen würde von wichtigem belang sein. Göthe 23, 248; auch ist das mein erstes thierstück von belang, das ich in die gänge dieses werkes aufhänge und fest mache. J. Paul flegelj. 1, 86.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1436, Z. 6.
Zitationshilfe
„belang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/belang>, abgerufen am 22.02.2020.

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