beschönigen
Fundstelle: Lfg. 7 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1591, Z. 27
excusare, praetendere, nicht mehr adornare, was uns verschönen, verschönern heiszt (der spracheigensinn vermied beschönern wie verschönigen). beschönigen gibt Stieler noch nicht an, doch Frisch 2, 219ᵇ. anstaunung, maulaufsperre, fröhnung und räucherei, als welche den geist nur kleinlaut machen, und ihn dergestalt austrocknen und ausdörren, dasz er zuletzt gänzlich einschrumpfet, dieses alles ... möge beschöniget werden. Klopstock 12, 85;
so oft ich dies und das, und jenes noch beschönige,
bleib ich bei guter laune.
12, 191;
die gründe, womit er sein verfahren beschönigt hat. Wieland 6, 232;
lasz ab, beschönige nicht die gewalt,
die sich der schwachheit eines weibes freut.
Göthe 9, 84.
Zitationshilfe
„beschönigen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/besch%C3%B6nigen>, abgerufen am 07.12.2019.

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