beschwerde f
Fundstelle: Lfg. 7 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1602, Z. 75
ahd. suârida (Graff 6, 892), mhd. beswærde.
1)
onus, moles, molestia, last, mühe, schmerz, häufig im pl. gebraucht: die beschwerden des lebens, ich fühle wenig beschwerden, die beschwerden des kriegs drücken ihn hart; armer leut äcker mit zehenden und newen beschwerden sattlen, das sie davon ir kriegsvolk erhalten. kriegsb. des fried. 206;
das sie geschlacht und folgig werden,
und die leut fertigen on bschwerden.
Fischart gl. sch. 25;
dasz aus menschen werden wölfe bringt zu glauben nicht beschwerden,
sieht man nicht, dasz aus den Deutschen dieser zeit Franzosen werden?
Logau 3, zug. 200.
2)
querela: beschwerde führen, über oder gegen einen; es lief eine beschwerde nach der andern über ihn ein; es kommt weiter keine beschwerde gegen ihn vor. s.beschweren 4, d.
Zitationshilfe
„beschwerde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/beschwerde>, abgerufen am 21.11.2018.

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