besiegen
Fundstelle: Lfg. 7 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1621, Z. 39
vincere, superare, überwinden, ahd. uparsigirôn, mhd. übersigen, besiegen stellt zuerst Stieler 2017 auf, Dasypodius und Maaler haben es noch nicht: seinen feind besiegen; ein besiegter feind;
ihn hat ein höherer besiegt, nicht wir!
Schiller 472ᵃ;
viel hunde besiegen den wolf; den gegner im schach besiegen. oft bildlich, die schwermut, furcht, angst besiegen; er hat endlich ihr herz besiegt, erobert; den weindurst besiegen, löschen. Wieland 9, 64; ihre vorstellungen können mich quälen, aber meinen beschlusz nicht besiegen. Leisewitz im Jul. v. T. 4, 2; Egmont, scheint es, liesz sich von den vorstellungen der regen tin besiegen. Schiller 826; Wallenstein wollte nun auch die natur überwinden und das unmögliche besiegen. 916; ich konnte die wenigen zweifel, die meine freundin noch hegte, glücklich besiegen. Göthe 20, 182;
die höchsten höhen sind erstiegen,
und würden sie den pasz besiegen,
wir hätten einen schweren stand.
41, 279;
gerechter rache durst kann keine zeit besiegen.
Gotter 2, 371;
eine umwälzung (revolution) besiegen. Klinger 10, 202.
Zitationshilfe
„besiegen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/besiegen>, abgerufen am 19.09.2019.

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