besprengen
Fundstelle: Lfg. 7 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1642, Z. 33
conspergere, perfundere, nnl. besprengen, machen dasz etwas auf etwas springe, aufschütten, meist benetzen, beträufen, begieszen: besprenge die hechde uʒʒen mit salze. von guter spise s. 7; besprenge die ele uʒʒene mit salze. das.; mache ein gesoten honigwein und bespreng die opfele damit. kuchenmeisterei cap. 6; das unschuldig lemlein und bluͦt Christi, darmit man besprengen sol dise salb. Keisersb. sünden des munds 15ᵃ; und solt das blut auf dem altar nemen und salböle und Aaron und seine kleider, seine söne und ire kleider besprengen. 2 Mos. 29, 21; und wer von seinem blut ein kleid besprenget, der sol das besprengte stück waschen an heiliger statt. 3 Mos. 6, 27; und in des geschlachten vogels blut tunken am flieszenden wasser, und besprengen den der vom aussatz zu reinigen ist, siebenmal. 14, 7. 51; man sol isopen nemen und ins wasser tunken und die hütten besprengen. 4 Mos. 19, 18; es ist mit sprengwasser nicht besprenget, darumb ist er unreine. 19, 20; und sie storzten sie erab, das die wand und die ros mit irem blut besprenget worden. 2 kön. 9, 33; ich habe mein lager mit myrren, aloes und cinnamen besprenget. spr. Sal. 7, 17; und also wird er viel heiden besprengen (vulg. iste asperget gentes multas). Es. 52, 15; und von desselben farren blut soltu nemen und seine vier hörner damit besprengen. Ez. 43, 20; und der priester sol von dem blut des sündopfers nemen und die pfosten am hause damit besprengen. 45, 19; und als Moses ausgeredet hatte, nam er kelber und bocks blut mit wasser und purpurwolle und isopen und besprenget das buch und alles volk (goth. hyssôpôn jah vullai raudai ufartrusnjan. skeir. 3). Ebr. 9, 19; besprenget in unsern herzen. 10, 22; und war angethan mit einem kleide, das mit blut besprenget war. offenb. Joh. 19, 13; die bürger aber gaben dem Androclo geschenke, besprengten den löwen mit blumen (wie sp. 1583 beschmeiszen). Kirchhof wendunm. 203ᵇ;
der, den das theure blut des lammes hat besprenget.
Logau 1, 6, 13;
wen Christus rother schweisz und kostbar blut besprenget.
1, 9, 42;
die strasze, gegen den staub, mit wasser besprengen; das zimmer mit wolgerüchen; sich mit kölnischem wasser besprengen; die bienenstöcke werden mit sand besprengt; er bestieg die von limonien mit sonnenschein besprengte gallerie. J. Paul Tit. 1, 56. besprengen ist, wie bespritzen, eine leichtere, dünnere netzung als begieszen und beschütten. man besprengt die blätter, die wäsche, aber begieszt die blumen, die leinwand, beschüttet das mehl im trog mit wasser, die tenne mit korn. der regen besprengt erst bevor er ganz beschüttet. allein dichterisch kann besprengen überall die stelle vom benetzen jeder art gebraucht werden.
Zitationshilfe
„besprengen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/besprengen>, abgerufen am 08.12.2019.

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