betrieb m
Fundstelle: Lfg. 8 (1854), Bd. I (1854), Sp. 1714, Z. 32
tractatio, cura, impulsus, trieb, antrieb, pflege.
1)
dem menschlichen geschlecht ist aus neischwas (je ne sais quel) natürlichem betrieb angeboren. Thurneisser magn. alch. vorr. 1.
2)
der betrieb, anbau, verwaltung des forstes, bergwerks; der betrieb der eisenbahn, des handels, des geschäfts; der wissenschaftliche betrieb; meinen ehemaligen verbindungen, entwürfen und betrieben abgestorben. Wieland 32, 338; auf betrieb, antrieb, aliquo impulsore; auf seinen betrieb geschah alles was hernach so übel ausschlug; sie können gewis glauben, dasz es mein betrieb gar nicht gewesen ist. Lessing 2, 399;
wen (natur) dein lächelnder blick auskor zum vertrauteren liebling,
meidet des marktes betrieb (treiben) und das gerassel der stadt.
Voss;
die liebe wird mit feurigem betriebe
sich in sich selber zu verzehren schnauben.
Platen 103.
Zitationshilfe
„betrieb“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/betrieb>, abgerufen am 16.07.2019.

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