Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

bettlerisch

bettlerisch,
mendicantis more, bettelhaft: saufts gar aus, dann halb trinken ist betlerisch. Garg. 25ᵇ; sonder dasz wir solchs alles aus milter gab des geists bettlerischer weis müssen empfangen. bienenk. 46ᵃ;
der die flucht gab in deutsche land,
verstellt in bettlerischem gwand.
H. Sachs IV. 2, 6ᶜ;
wann ich etwan eine henne abgefangen, die uns ihre altmutter auf gut bettlerisch, das ist am allerbesten, zu säubern, zu füllen, zu spicken, und entweder gesotten oder gebraten zuzurichten wuste. Simpl. 2, 90; nicht geizig und bettlerisch. pers. rosenth. 7, 20; bettlerische reimenschmiede. Brandts Taubmann s. 33; wieder der niedrigkeit entgegen kriechen, vor deren bettlerischem anhauch ich erst mich weg gewendet. Fr. Müller 2, 143; eine bettlerische (sehr kleine) summe. Klinger 1, 57; dadurch bekommen sie ein bettlersches, undeutsches gemüt. Hermes Soph. reise 1, 660.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1854), Bd. I (1854), Sp. 1736, Z. 46.

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Zitationshilfe
„bettlerisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bettlerisch>, abgerufen am 31.05.2020.

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