bitterkeit f
Fundstelle: Lfg. 1 (1854), Bd. II (1860), Sp. 56, Z. 3
dasselbe, sowol sinnlich als abstract genommen: also musz man des tods bitterkeit vertreiben. 1 Sam. 15, 32; er hat mich mit bitterkeit gesettigt und mit wermut getrenkt. klagel. Jer. 3, 15; ir mund ist vol fluchens und bitterkeit. Röm. 3, 14; alle bitterkeit und grimm und zorn und geschrei sei ferne von euch (alla baitrei jah hatis jah þvairhei jah hrôpi). Eph. 4, 31;
erfüllet bin ich zwar mit pein und bitterkeit.
Weckherlin 153;
wie lange soll ich mein leben in bitterkeit zubringen? pers. baumg. 3, 10; viel bitterkeiten und ungemach sind mir über das haupt gegangen. 8, 13; die bitterkeit des kriegs. Butschky Patm. 691; ein tropfen bitterkeit im becher der freude;
gebietet eurem wildempörten blut,
bezwingt des herzens bitterkeit.
Schiller 426ᵇ;
die bitterkeit des alters. Gökingk 3, 218; eine wahrhafte bitterkeit hatte sich in ihrem verhältnis zu Ottilien erzeugt. Göthe 17, 246.
Zitationshilfe
„bitterkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bitterkeit>, abgerufen am 15.10.2019.

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