Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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bloter, f.

bloter, f.
pustula, vesica, mhd. blâter, blatter: welcher wil über feld gon, der sol lugen, das er die schuͦ vor acht tagen oder lenger hab getragen, denn ist guͦt dar in gon, sonst ficken (reiben) sie im blotern. Keisersb. bilg. 93ᵇ; und darnach so nim ein blos oder ein bloter, wie du das nennest, von einem stier oder ochsen, so streif sie dar über. Gersdorf 81. s. auch blutter.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1854), Bd. II (1860), Sp. 152, Z. 21.

bluter, m.

bluter, m.
ein mensch, dessen blut eigenthümlich dünn und flüssig ist, so dasz die geringste verletzung der adern eine fast nicht zu stillende, häufig tödliche blutung hervorbringt. diese beschaffenheit des blutes ist erblich, doch blosz im männlichen geschlecht. in anderm sinn hat Stalder 1, 191 blüter, blüeter, armer mensch, hungerleider, vielleicht = blütter, bloszer.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1854), Bd. II (1860), Sp. 181, Z. 20.

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Zitationshilfe
„bloter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bloter>, abgerufen am 06.12.2021.

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