Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bräckin, breckin, f.

bräckin, breckin, f.
canicula, ahd. pracchin, mhd. breckin, wie hündin häufig ein scheltwort:
du wulfin, preckin, unhuld, pilbitz!
fastn. sp. 255, 20;
zween hund von einer bräckin. Frank 20; ich wolt ihr einest zwenzig Bolonier geben haben, dasz sie meinen willen gethan hette, aber die breckin wolt der nit nemmen. Bocc. 2, 118ᵃ;
wann ich hab die breckin sehr lieb.
H. Sachs III. 3, 62ᵃ;
der losen preckin stewre.
Ringwald laut. warh. 434;
da Jason die stück sah von seim kind, welche die preckin Medea in der flucht von sich warf. Garg. 196ᵇ; da entlief ihm weder has noch fuchs, und welchs mehr ist, ward mit allen precken und zatzen im ganzen land läufig. 251ᵇ; du breckin schweig! Czepzos Pieria; ei du breckin! Helvicus 1, 27; ein böse fraw und arge preckin ist der frasz. Albertinus de conviviis 46; ist mir niemand mehr zuwider als eben gegenwärtige bräckin. Simpl. 1, 564; mit einer unzüchtigen breckin vor allen leuten nackend herum gesprungen. Weise erzn. 324; manche bröckin (so) erfähret erst am ende, wie übel ihr ihr mannerlaufen bekommt. Ettners hebamme 63.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 290, Z. 70.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„bräckin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/br%C3%A4ckin>.

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