Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

brüge, f.

brüge, f.
tabulatio, bretergerüst, was britsche und brücke 7. 8:
daʒ man auch scholte machen
einen zaun all umb den plân,
daʒ was io also schier getân,
und darauf scholt man prügi legen
durch der schönen frawen wegen
die den turner scholten sehen.
ring 8ᵃ, 30;
daʒ was niemand also schad
sam Chuonzen weib der Jutzen,
die von lachen und von chutzen
obnen ab der prügi viel.
9ᵃ, 34.
so noch schweizerisch brüge, brügi, erhöhung von bretern, heuboden, fuszboden im stall, gerüst zur aufbewahrung von baum- und erdefrüchten, bühne im schauspiel. Stalder 1, 233. auch Maaler unterscheidet von bruck f. pons 79ᵇ brüge f. machina, tabulatum 79ᶜ und erklärt: ein aufgerichte brüge, darauf man ein schawspil haltet oder ein comedi spilt; brüginen und ständ, darauf man einem schawspil zuͦluͦgt; brüginen im schif oder gäng hin und wider ze gon gemacht, fori fororum. nicht anders steht bei Dasypodius 309ᶜ bruck pons gesondert von brüg, mitten im schawhaus, orchestra, pulpitium 309ᵈ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 422, Z. 62.

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bräuchlichkeit busereinen
Zitationshilfe
„brüge“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/br%C3%BCge>.

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