Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

brütig

brütig,
calens, hitzig, ags. brôdig, engl. broody, mhd. brüetic, bei Stalder 1, 236 brütig, schwül, dunstig, brütigheisz, vom obst unreif: henne die den klux hat und brütig ist. Keisersb. bilg. 18ᵃ; disen monat (octob.) werden die gänse hitzig und brütig. pflanzb. 45; als die henne brütig wurde (brüten wollte). Simpl. 3, 177; sind die hüner brütig, so hätten sie gern eier. Simrock 4976; auf das brutige geflügel acht haben, dasz man ihnen eier unterlege und sie ansetze. Hohberg 1, 108ᵇ. es heiszt ein brütiger mensch, der sich gern warm hält; brütiges wetter, heiszes, schwüles; brütigen hunger haben, heiszen hunger. aber auch: ein brütiges ei, ein bebrütetes, angebrütetes; brutige, faule eier, ova inepta, incubatione derelicta. Henisch 540, 62.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 456, Z. 12.

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bräuchlichkeit busereinen
Zitationshilfe
„brütig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/br%C3%BCtig>.

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