Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bretlein, n.

bretlein, n.
assiculus, tabula, s. britlein, bair. noch brittlein, britti (Schm. 1, 271), schweiz. brittli (Tobler 76ᵇ), zumal in folgenden bedeutungen:
1)
sitz, bank:
ich halt es für die besten kunst,
wenn ich eim kan das pretlein zuckn,
ob er schon felt auf seinen ruckn.
Ayrer fastn. 93ᵇ.
2)
leichenbret. bair. bredlrutschen, bretleinrutschen = sterben, vom bret ins grab gelassen werden.
3)
bretchen hinten an der kutsche, worauf der bediente springt. bair. bredlhupfn, bretlein hüpfen = bedienter sein. Schm. 1, 270.
4)
eszbretchen, holzteller.
5)
stein im bretspiel, schweiz. brittli.
6)
bretchen, worauf der fuszlose kochkessel gestellt wird. Tobler 77ᵃ.
7)
bei fabricanten, blatt mit löchern, durch welche die fäden der spulen gehn.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 377, Z. 53.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
brenkel bräuer
Zitationshilfe
„bretlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bretlein>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)