Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bretspiel, n.

bretspiel, n.
1)
lusus aleae: er vertreibt seine zeit mit bretspiel.
2)
alveus lusorius: das man ein bretspiel verbrennet. Luther 3, 406; besonders so sie sich ob dem bretspil und diebischen steinen krümmen, neigen und bucken, gleich gar also ob den rauberischen hölzlin, daher es auch rauberholz oder rauberspil heiszt. Petr. 24ᵃ; da bracht man alsbald ein haufen welscher wolgepepter, wolgeferbter karten und die schanzen von bretspil. Garg. 163ᵇ; er geht ab, bringt ein bretspil. Ayrer 309ᵃ.
3)
elevatior pars pedis, tarsus, was bret 12: machte ihme alle nestel ringst umb das schwäbisch bretspiel an seinen beinscheiden auf, damit (er) an anderer arbeit nicht verhindert were. Spangenb. lustg. 406.
4)
fritillaria meleagris, kibitzblume.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 378, Z. 23.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„bretspiel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bretspiel>.

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