Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bretten

bretten,
stringere, rapere, terrere, ein altes, seltnes verbum, ahd. prëttan prat giprottan (Graff 3, 287. 288), mhd. brëtten brat gebrotten (Ben. 1, 259ᵇ). ihm entspricht das altn. bregda brâ brugdinn, vertere, stringere, brugdinn ist strictus, mutatus. ahd. irprottan, raptus, in ekstase, entzückt; inbrodin lac. Lachm. nrhein. ged. s. 9. nhd. nur entbretten: fand man leut, die da entpretten waren, das ist entzuckt im geist. Agricola spr. nᵒ 381, was heute in hinbrüten verderbt wurde, vgl. deutsche myth. 1037 und die eben unter brett aus Riemer gezogne stelle. da dem altn. bregda ausdrücklich die bedeutung von nectere zusteht, so wird sich auch das schweiz. garn brätten, netze stricken, plagas texere. Maaler 75ᵈ hierher nehmen lassen und das ags. max bredan, retia plectere, engl. braid = bregdan stehn. von brîten breit gebriten ist bretten brat gebrotten genau verschieden, wenn sich auch einzelne bedeutungen anrühren sollten.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 378, Z. 69.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„bretten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bretten>.

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