Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

briegen

briegen,
flere, ein schweizerisches und alemannisches wort für weinen, flennen, wozu man βρύχειν brüllen, heulen verglichen hat, und auch βρέχειν netzen, regnen halten könnte, noch näher liegt vielleicht flere selbst; ahd. prieken machôndo, ora torquendo (Graff 3, 364); das prieggen und geschrei eines jungen kinds, tremuli ululatus. Maaler 320ᵇ; brieggen, brieken, das gesicht zum weinen verziehen. Stalder 1, 225, die briegge, brieke, ein flenngesicht, briegger ein heuler, Tobler 77ᵇ; in Mohrs regesten 2, 5. 28 nᵒ 116 findet sich der eigenname Peter Brieggo (im j. 1316); sie schlug waidli zu und wir einander an hals, dasz ich und mi Anna vor freudigen brieggtropfen (thränen) bachnasz wurden. der a. m. im Tockenb. 298. Schmid im schwäb. wb. 90 setzt bragen, brägen, braigen, briegen, brögen schreien, blerren, s. 98 brigete, erzbrigete heulerin;
luegets a und briegt.
Hebel 108;
und brieg nit so, es isch em wol.
288.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 382, Z. 37.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„briegen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/briegen>.

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