Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

briteln, britteln

briteln, britteln,
von dem sp. 355 aufgestellten brîden abstammend, in mehrfachem sinn,
1)
frenare: nim die mirren der puoʒ, damit du die üppigen geile dines lebens prittelst und zämest. Keller gesta Rom. s. 44; Henn Girhart hat in der ruge (rüge) widder Molnhenn gesprochen, er wulle ime vor sin augen dreden und wolle en brideln, der ampt(man) konde en nit gebrideln. Büdinger buszregister von 1475—82;
und also prittlen, zemen, machen
die ee an schuoler und an phaffen.
ring 22ᶜ, 18,
wenn diese stelle nicht anders und zemen für ze samen zu deuten ist.
2)
asseribus firmare: britle den (gebrochnen) fuesz mit schindlen wol. Seuter 332.
3)
plicare in rugas, fälteln: gebrittelt fürtuch der frauen; der schneider hat meiner meuder, unserer Ann und unserm Ursele so schöne gebrittelte röck machen können. Simpl. 1, 139. figürlich, ein anklag zuͦsamen britteln und anrichten, contexere crimen; es ist fein brittlet, composito factum est. Maaler 78ᵈ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 392, Z. 37.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„britteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/britteln>.

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