Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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brellen, bröllen

brellen, bröllen,
boare, mugire: boare, schreien oder brellen wie ein ochs. Serranus c 5ᵃ, doch Dasyp. 19ᵈ boo ich schreie, brüle, döne; 144ᵃ mugio, ich lüge (lüeje), brüle; 309ᵈ brülen, wie ein ochs, mugire, boare, vgl. brüllen;
oder wann villeicht muͦwt die kuͦ,
der ochs brelt, und bläht geisz darzuͦ.
Fischart lob d. laute 120.
auch wetterauisch brellen für brüllen, wie steck, gleck für stück, glück. etwas anders ist brellen für brallen, prallen, allidi:
so steht ein hoher fels, leszt die erbosten wellen
an seiner starken brust ümmsonst zurücke brällen.
Fleming 198.
Lessing schreibt auch für prellen (in altum succutere, decipere) brellen:
dem helden in der kunst zu brellen,
kams ein, was gibt der geiz nicht seinen sclaven ein!
von Frankreichs witzigen den witzigsten zu schnellen.
1, 32.
vgl. brallen sp. 292 und prallen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 362, Z. 16.

brollen, bröllen

brollen, bröllen,
emugire, mit groszer stimm daher faren. Maaler 79ᵃ. Fischart Garg. 182 hat brölle für krachende, brüllende büchse: ja sie jagen mit den büchsenpröllen den teufel noch mit seinen hexen aus der luft in die höllen. bei Tobler 82ᵃ ist bröl, bröleri, brauleri eine nach dem stier brüllende kuh, bräuler ein schreiendes kind, bei Stalder 1, 230 brolli ein fettes kind. s. brellen und brüllen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 396, Z. 66.

prollen, pröllen, verb.

prollen, pröllen, verb.
was brollen, bröllen th. 2, 396:
A. halts maul, das dich potz martel schendt,
mich lüst, ich geb dir eins ins gsicht.
B. liebs frewlin, acht des prollens nicht.
Thurneisser archidox. 8;
der schreit, der jauchzget, prölt und blert.
54;
der fünfte (becher weins) dienet zum laut werden, dasz man singet, jauchzet, schreiet, pröllet. Colerus hausb. 98.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2164, Z. 28.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„brollen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/brollen>.

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