Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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brose, m.

brose, m.
homo agrestis, rudis, ein bauernknecht:
ach herzeliebe bauersfrau,
so gebt mir euren knecht,
den langen, dicken brosen!
Uhland 713;
im pol. maulaffen 280 ist schafbrose gleichviel mit schafhirte, schafknecht, schafreckel und wie reckel sonst einen hund bedeutet, scheint auch brose ähnlichen bezug zu haben, bei einem bauernaufzug kommen hundebrösel vor (mythol. 747). in den nordischen sprachen bedeutet brûsi, bruse einen bock und nd. urkunden liefern öfter den eigennamen Brusehaver, was sich auf das alte hafer = caper deuten läszt. die westfäl. urk. bei Seibertz nᵒ 860 a. 1382 geben Prosekese als eigennamen, wie auch Brose als solcher wiederkehrt. in Weises überfl. ged. 2, 152 heiszt es: ich meine er wird reinen mund gehalten haben, als wie brose beim schwarzfleisch, d. i. wie der knecht beim fetten rauchfleisch. vgl. brosi fettling. Tobler 80ᵇ. Stalder 2, 502.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 398, Z. 62.

brose, f.

brose, f.
abkärzung von brosame. Stieler 247.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 398, Z. 79.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„brose“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/brose>.

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