Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

brossen

brossen,
pullulare, sprossen, ausbrechen, mhd. broʒʒen. Ben. 1, 261ᵃ, von dem starken brieʒen brôʒ bruʒʒen gebroʒʒen abgeleitet, welches brechen, altn. briota ausdrückt. diesem broʒʒen vergleicht sich lat. frondere, mit eingeschobnem N, wie stôʒen = tundere, beiszen = findere u. a. m.
denn fahen die baum an zu prossen.
H. Sachs II. 1, 54ᵃ;
daraus schand und erger brossen.
II. 2, 52ᵇ;
er sol sin wol acht haben in der jugent, das ist umb die XIV jor, so er anfocht heruszer brossen. Keisersb. bilg. 192ᵃ. transitiv: die rehe und gemsen brossen, frondes et gramina carpunt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 399, Z. 32.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„brossen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/brossen>.

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