Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

brosz, m.

brosz, m.
gemma arboris, germen, pampinus, schosz, sprosz, ahd. proʒ (Graff 3, 369), mhd. broʒ (Ben. 1, 261ᵃ), schweiz. brosz (Stald. 1, 231), bair. brosz und broszt f. (Schm. 1, 265), nach der zu brossen gemachten bemerkung entspricht dies brosz dem lat. frons frondis, wodurch das ausbrechende laub bezeichnet wird: zu mitternacht so fahen die beum an brossen uszstoszen und blüen. sch. und ernst cap. ...; der baum hat vil hübscher est, die est sein vol brossen und allerlei blumen. das.; wann sich bleiche brossen daran zeigen (an den citronbäumlein). Hohberg 1, 116ᵇ; im merzen nimm die jungen brossen von den jungen birken, ehe dann sie sich aufthun und brenne ein wasser daraus. 1, 244ᵃ. der pl. brossen steht für brosse, oder fordert einen schwachen sg. brosse.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 399, Z. 43.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„brosz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/brosz>.

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