Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

brotlöffel, m.

brotlöffel, m.
cochlear paniceum, löffel, den man aus brot schneidet und nach gemachtem gebrauch zuletzt aufiszt, sonst auch brotschüsseln und brottische, wie Anchises dem Aeneas geweissagt hatte (7, 58):
quum te, nate, fames ignota ad litora vectum
accisis coget dapibus consumere mensas,
und hernach Julus ausruft:
heus, etiam mensas consumimus?
was alles bei Veldeke (sp. 111. 112 Ettm.) viel umständlicher ausgeführt ist. bei Pauli sch. u. ernst cap. 9 heiszt es: es sind aber etliche geizige herren, wenn ire schafner und amptleute reich werden und gut uberkommen, so brechen sie ein ursach von einem zaun wider sie, das sie es in wider nemen, und brotlöffel aus inen machen, denn so man ein brotlöffel gebraucht, so iszt man in denn.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 404, Z. 73.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„brotlöffel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/brotl%C3%B6ffel>.

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