Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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brunkel, f. und n.

brunkel, f. und n.
in der Wetterau und Oberhessen ein nasses gelände mit graswuchs, viridarium, scheint genau verwandt mit brink, anger: es ist brunkel; dieses land ist brunkel. zu Rainrod bei Alsfeld führt ein grasgarte den namen brunkelsgarte. Stöber in den proben aus einem elsäszischen idiotikon hat brunkel für sumpf, brunkli für sumpfig: dmatt isch brunkli. die alemannischen und schweizerischen wörterbücher verzeichnen es nicht. dies brunkel trift also ganz mit der vorstellung von bruch = aue zusammen und könnte durch einschaltung eines N daraus entsprungen sein. anzuklingen scheint das ir. bru, a low marshy country, the borders or banks of a river, bruach, the brink of a river. unvereinbar mit brunkel aue ist ein älteres gebrunkel (Pfeiffers Jeroschin s. 154), das gedränge bedeuten soll, und verbrunken, splendorem exstinguere, welche zu brunk, prunk splendor gehören.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 431, Z. 49.

brünkel, n.

brünkel, n.
frustulum: nimm nur ein kleines brünkel vernunft an. Holtei Lamfell 4, 288.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 431, Z. 64.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„brunkel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/brunkel>.

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