Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

brustlatz, m.

brustlatz, m.
pectorale.
1)
bei männern, wie brustfleck, brustlappe, die weste:
und het ein guten brustlatz bkomen.
Wolgemut 116;
der (fuchs) hat ein schonen warmen balk,
wenn ir im den von stund abzügt,
ein weil für ein brustlatz trügt,
damit die krankheit solt überwinden.
das.;
anstatt des strohes brauchte ich meinen schönen in lauter streifen zerrissenen brustlatz, machte feuer an und blies so lange, bis das ziemlich klein gesplitterte holz in volle flamme gerieth. Felsenb. 1, 142; in der dünne meines brustlatzes. Fr. Müller 2, 181; die weste, innen von weichem sammt, auszen glatte seide, je behaglicher mir unter diesem wolgeeigneten brustlatz wird, je bedrängter ist mein gewissen. Bettine br. 2, 155.
2)
bei frauen, ein mieder.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 450, Z. 4.

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brenkel bräuer
Zitationshilfe
„brustlatz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/brustlatz>.

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