Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bubenschenkel, m.

bubenschenkel, m.
ein aus zwei schenkelartigen theilen bestehendes gebäck von waizenmehl in der Wetterau und Rheingegend. zu Mainz lauft man über den gefrornen Rhein nach Castel, um bubenschenkel zu holen. auch in Nassau und Speier. Schmidt westerw. id. 41. ohne zweifel alt und weiter verbreitet:
ob schon nicht werd darbei gesend
ein bubenschenkel, wie mans nent,
oder ein gute fläsch mit wein.
Wolfh. Spangenb. fangbriefe K 8ᵇ.
vgl.bätzbuben, eine mehlspeise in Baiern. Schm. 1, 143 so wie die benennung babe für backwerk (1, 1057).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1854), Bd. II (1860), Sp. 463, Z. 79.

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bräuchlichkeit busereinen
Zitationshilfe
„bubenschenkel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bubenschenkel>.

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