Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

buhlin, f.

buhlin, f.
amica, was buhle, wenn man es weiblich ausdrücken will, unschuldiger als buhlerin. don Kichotte sagt: denn es der brauch und herkommen der reisenden ritterschaft ist, dasz der reisende ritter, so in vorfallendem einigem kampf und wichtigem waffengebrauch seine buhlin vor sich hat (tuviesse su señora delante) gegen sie die augen mit liebreichen und herzbrechenden bitten wende und dadurch sie gleichsam bitte, dasz sie ihme günstig sein und in dem so zweifelhaftigem vorhabendem kampf hülfreich erscheinen wolle. Harnisch 139, vgl. mythol. 370, und vorher heiszt es von den fahrenden rittern: so gedenken sie nicht daran, dasz sie sich etwa gott befühlen, sondern sie befehlen sich nur und an dessen statt ihren buhlinnen (antes se encomiendan a sus damas); hernach: mitten im lauf befehlen sie sich inniglich ihren buhlinnen (en mitad de la corrida se encomiendan a sus damas). 140. buhlin hat also hier den ehrenvollen sinn von señora und dama.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 507, Z. 14.

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bräuchlichkeit busereinen
Zitationshilfe
„buhlin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/buhlin>.

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