Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bunge

bunge,
tympanum, trommel, ein wort dessen wurzel schon 1, 1104. 1471. 2, 35 unter bangen, bengel, bingeln besprochen wurde, bingan musz sich aber auch nahe mit biukan und bauke = pauke 1, 1186 berühren: bungen schlagen, tympanum percutere. Henisch 559, 24. bunge dauert heute mehr in Niederdeutschland fort, war aber schon mhd.:
dô sluog er ûf die bungen, vil lût eʒ erhal.
MSH. 3, 312ᵃ;
der spilman riht die bungen, die reif er dâ bant.
3, 312ᵇ
auch lettisch findet sich bunga, trommel, von uns entlehnt. bunge bedeutet zugleich eine trommelförmige fischreuse von hanfgarn zum fangen kleiner fische, welche auf beiden seiten hinein, aber nicht heraus können. dem kraut bachbunge, wasserbunge (1, 1061) entspricht bereits ein ahd. bungo m. bulbus (Graff 3, 131), wahrscheinlich von den aufgeschwollnen knollen. Henisch 559, 31.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 524, Z. 65.

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Zitationshilfe
„bunge“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bunge>, abgerufen am 07.12.2021.

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