Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bunte, m.

bunte, m.
epistomium, obturamentum, bei Stieler 1486 pund pl. pünde, bei Stalder 1, 243 bunten, punten, mlat. bondonus, franz. bondon, vgl. engl. bung, heute sagen wir spund: so gesitzt denn der win und isset und verjeset (vergährt) in im selber, und das werden denn die besten win. wenn man in aber wil vil liben und den punten offen wil lossen, so springt denn dor usz der korne des trübels, denn so focht er an zu schumen und wirt zuͦletzt surer, verrochener win. also wenn du wilt vil liblöchlin der ergetzlichkeit in liden suͦchen und den punten des herzens vil ufthun, der win gnod und andacht verrücht und wirt zuͦ nit. Keisersb. bilg. 87ᶜ;
salpeter, schwebel, dottenbein,
weidesch, senf, milch, vil krut unrein
stoszt man zum puncten in das fasz.
narrensch. 102, 17;
so thet ich vor (l. von) dem fasz den punten.
Garg. 138ᵃ;
weinstein, das sein die dörren weintrusen, welche sich an tauben und nicht am boden anhenken, auch nicht am punten. Sebiz 395 und öfter.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 529, Z. 67.

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bräuchlichkeit busereinen
Zitationshilfe
„bunte“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/bunte>, abgerufen am 19.10.2021.

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