burgermeister m
Fundstelle: Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 540, Z. 60
consul, statt des älteren und besseren burgemeister, doch im 16 jh. überall eingerissen: Dasyp. 41ᵃ. 311ᵇ. Maaler 83ᵃ. Henisch 565, 14;
hie wil man niemant nit verschmehen
und wil getreulich in sein sach sehen,
die sol er eim burgermeister erzeln.
fastn. 746, 9;
herr der burgermeister, nun hört mein sach.
746, 14;
herr der bürgermeister, ich dank euch allen.
750, 14;
wer das nicht ein frevel, so dick du kaufest oder was du thetest, und woltest allwegen ein burgermeister darzuͦ ziehen. Keisersb. s. d. m. 21ᵇ; nim Micha und lasz in bleiben bei Amon dem burgermeister. 1 kön. 22, 26; burgimagister, burgermeister. Garg. 140ᵇ; Tullius Cicero römischer burgermeister. Schuppius 541; zum bürgermeister seiner vaterstadt erhoben. Göthe 15, 24 (wenn kein druckf., da burgemeisterin 15, 14 vorausgeht). einmal bürgermeister, allzeit bürgermeister. burgermeister steht auch für das kämmerchen, frau meiern, mhd. sprâchhûs, mlat. privata, vgl. die böse frau. 1683 s. 64 und Menantes allerneuste art zur poesie s. 3.
Zitationshilfe
„burgermeister“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/burgermeister>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …