Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

busaune, f.

busaune, f.
buccina, mhd. busîne, busûne (Ben. 1, 285); bombus, der don einer bosaunen. Serranus c 4ᵇ; busaun. Henisch 567, 58; das au ist wie in kartaune, oder in Gastaun für Gastein u. a. m. busaune stammt aus dem altfranz. buisine, busine, dies aber aus lat. bucina, buccina, it. bucina, sp. bocina (wie cuisine aus it. cucina, sp. cocina). bei Keisersberg schwankt die schreibung: es tönt in meinen oren die grüsenlich buson oder trummet 'stont uf ir todten und kummen für gericht'. irr. schaf 67ᵇ; busun. post. 2, 11ᵇ; ich thuͦ was ich wöll, so ist mir allezeit in meinen oren die grausamlich stimm der busanen. has im pf. Aa 4ᵃ; er sol zwuͦ busaunen machen. ausg. der jud. J 3. nnl. bazuin, schw. dän. basun, isl. bâsûna, finn. basuna, poln. puzan, böhm. pozaun. Luther entschied für posaune, durch welche hochdeutsche aussprache das tönende wort noch kräftigeren klang empfangen hat. alle redensarten und beispiele sind unter P aufzuschlagen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 556, Z. 39.

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bräuchlichkeit busereinen
Zitationshilfe
„busaune“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/busaune>, abgerufen am 08.12.2021.

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