Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

butzbacherin, f.

butzbacherin, f.
blateratrix, garrula: damit nicht durch friedhässige, leichtgesinnte höflinge oder butzbacherinne und rätscherinne dem praeceptorn irgend unnöthige reden und sachen zu ohren gebracht werden, die ihn bewegen, betrüben, erzörnen. Philand. 1, 631. ob diese benennung nach einer von der wetterauischen stadt Butzbach (früher Butinesbach) gehenden überlieferung, oder anders zu deuten sei, weisz ich nicht. auch die Butzbacher männer scheinen übel angeschrieben, denn Murner sagt:
das seind fürwar die nassen knaben,
die zu lohn fünf schilling haben
zu Frankfurt, die in anderm land
Butzbacher knecht nu seint genant.
schelmenzunft 23ᵃ (Scheible s. 847).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 587, Z. 71.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„butzbacherin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/butzbacherin>, abgerufen am 03.12.2021.

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