Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

butzengreuel, m.

butzengreuel, m.
larva horrida. mhd.
swelch man diu jâr hât âne muot, diu doch manzîtic sint,
den machet lîhte butzen griul
bî vier und zweinzic jâren kûme jærec.
Lachmanns Walther s. 140.
d. h. wem in jahren der mannbarkeit mannes muth fehlt, den macht ein vorgebundner larvenbart auch im vierundzwanzigsten jahr nicht volljährig. in einer folgenden zeile:
bartelôser muot, nu birc daʒ kinne,
eʒ spottet dîn, sam tuos dû sîn,
birg, so viel du wollest, unbärtiger mut, dein kinn in die larve, es' spottet deiner, wie du seiner. butzengriul musz ein geläufiger ausdruck für maske oder butzenantlitz gewesen sein. Frank im weltb. 205ᵇ dreht ihn um: auch die greüwelbutzen in teuflischer kleidung. vgl.schreckbutze.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 595, Z. 35.

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Zitationshilfe
„butzengreuel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/butzengreuel>, abgerufen am 28.10.2021.

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