Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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cattun, m.

cattun, m.
pannus gossypius: blauen cattun mitbringen. Felsenb. 2, 324. Göthe 40, 234. 297.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 609, Z. 34.

kattun, m.

kattun, m.
s. cattun. im 17. jh. aus nl. katoen, kattoen aufgenommen, das nach seinem frz. vorbild coton, engl. cotton, anfangs nur die baumwolle bezeichnete: boomwol, katoen, bommesyn. Comenius janua linguarum Leovard. 1643 s. 62; bei Kil. steht noch kottoen gossipium, cotton, aber auch schon kattoenslager, kattoenen kleed, bei Junius nom. (1577) nur cottoen 132ᵇ. Stieler gibt 348 kadun, kattun gossypium, aber catton Comenius orb. pict. (1719) 2, 407. coton, it. cotone, span. algodon baumwolle stammen aus arab. qoton, alqoton gleicher bed., s. Diez 115. Eine volksmäszige form im mittlern Deutschland kartun (auch in Nürnberg) ist wie kartolisch, karnickel, karnalje; und diese volksm. form ist auch ins schwed. gekommen, kartun Sahlstedt (1773) neben cattun, und böhm. kartoun, poln. kartun, wend. khortun. s. auch karke unter kak 3. Bei uns nun zahlreiche zusammensetzungen, wie kattunkleid (Voss Luise 3, 1, 518), kattunrock, kattundruck, drucker, druckerei, kattunfabrik, kattunmuster, kattunpresse, kattunweber, weberei u. s. w. Merk schreibt 1788 noch halb engl. halb franz. cottonfabrique br. 3, 277. Brockes 2, 394 erwähnt cattonenbleichen bei Hamburg.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1865), Bd. V (1873), Sp. 278, Z. 45.

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Zitationshilfe
„cattun“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/cattun>, abgerufen am 18.10.2021.

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