Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

christenmensch, m.

christenmensch, m.
dasselbe: o gedenk du christenmensch. Keisersb. schif der pen. 92ᵃ; dieses ist die täglich frucht, die ein ieclich christenmensche sol vor im haben. 119ᵈ; wan es stot einem cristenmenschen zuͦ, dasz er warhaftig sei vor andern menschen. s. d. m. 25ᵃ; der ganzen versamelung der christenmenschen. 59ᵃ; da wird denn ein christenmensch ein erb des ewigen lebens. Luther 3, 159; ein from christenmensch. 3, 347;
ein christenmensch bin ich getäuft.
Schwarzenb. 139, 2;
ein gut christenmensch. buch der liebe 264, 1; ich glaub alles das ein christenmensch sol halten und glauben. das.; der buszfertige christenmensch. Butschky 783. 787;
es sind gebete drin, wir nennens ein
brevier. das, dacht ich, kann ein christenmensch
ja wol noch brauchen.
Lessing 2, 326;
kein christenmensche hört ihm zu,
ist denn der kerl bei sinnen?
Göthe 3, 164;
seid doch nur christenmenschen! Fr. Müller 2, 104; nun da läszt sich doch einmal ein christenmensch sehn. 3, 38; das glaubt kein christenmensch = niemand, nemo hominum.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 622, Z. 79.

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Zitationshilfe
„christenmensch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/christenmensch>, abgerufen am 16.10.2021.

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