Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

christenthum, n., zuweilen m.

christenthum, n. zuweilen m.,
nnl. dän. christendom:
1)
doctrina, fides christiana: er bekannte sich zum christenthum; von ihm habe ich all mein christenthum; das christenthum herscht in diesem welttheil; da der christenthumb durch die münche in die insul Rügen gebracht. Micrälius 1, 25; bis auf den vor 500 jahren allhier gepflanzeten christenthumb. 1, 48; das evangelium und den christenthumb unter die Pommern zu bringen. 2, 165;
und ist dann nicht das ganze christenthum
aufs judenthum gebaut?
Lessing 2, 323;
wenn mans so hört, möchts leidlich scheinen,
steht aber doch immer schief darum,
denn du hast kein christenthum.
Göthe 12, 181.
2)
sensus christianus: es ist eine probe meines christenthums, wenn ich mich in armut kan zufrieden geben. Butschky Patm. 632; das falsche christenthum, simulata pietas christiana.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 623, Z. 57.

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Zitationshilfe
„christenthum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/christenthum>, abgerufen am 21.10.2021.

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