Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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cigarrentasche, f.

cigarrentasche, f.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 627, Z. 55.

zigarren-

zigarren-

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in zusammensetzungen, allgemein gebräuchliche zum teil ohne beleg:
zigarrenanzünder m.
zigarrenasche f.:
berge von zigarrenasche und wolken von zigarrendampf umgaben ihn W. Raabe s. w. I 2, 361. —
zigarrenband n.,
gewöhnlich bauchbinde genanntes schmuckschildchen aus papier um die einzelne zigarre; zigarrenbänder in der soldatensprache die unteroffiziertressen Th. Imme soldatenspr. 118; -bändel bezeichnung der silbernen württemb. verdienstmedaille H. Fischer 6, 2, 3481. —
zigarrenbüchse f.,
zigarrentasche: W. Alexis Andalusien (1842) 56; Jer. Gotthelf ges. schr. (1855) 9, 33. —
zigarrendampf m.,
zigarrenrauch.
zigarrendose f.,
wie zigarrenbüchse jetzt veraltet; dim. zigarrendöschen Pückler briefw. u. tageb. (1873) 7, 237. —
zigarrendunst m.,
wie -dampf: die zeitungsschreiber, stets in cigarrendunst gehüllt, zeigten freundliches interesse für den jugendlichen provinzler Rosegger schr. III 5, 259. —
zigarrenetui n.,
wie -dose, doch viel gebrauchtes wort: Fontane ges. w. I 4, 412; Bächtold spr. d. Schweiz. sold. 60. —
zigarrenfabrik f.
zigarrenfabrikant m.
zigarrenform f.,
gestalt einer zigarre: um den ballon leichter fortzutreiben, gab man ihm zigarrenform L. Boltzmann popul. schr. (1905) 83; gerät der zigarrenerzeugung hdwb. d. staatswiss.² 7, 10. —
zigarrenfritze m.,
zigarrenverkäufer Brendicke 92ᵇ. —
zigarrenhändler m.:
da sind ... listige bilder- und cigarrenhändler, verkäufer aller art, die sich unverdrossen empfehlen Ch. A. Fischer reise (1799) 166; H. Heine s. w. 7, 130 Elster; hdwb. d. staatswiss.² 7, 357. —
zigarrenindustrie f.,
das groszgewerbe, welches zigarren fabrikmäszig herstellt.
zigarrenkiste f.,
leichte holzschachtel, in welcher die zigarren zu 25, 50 oder 100 stück verpackt sind: während der ... baron ... eine zigarrenkiste ... auf den sofatisch setzte Fontane ges. w. I 5, 28; spanisches zedernholz ... weich, leicht ... zu zigarrenkisten Lueger lex. d. technik (1894) 6, 570. —
zigarrenladen m.,
verkaufsladen für zigarren.
zigarrenmacher m.,
verfertiger von zigarren: auf meinem domhofe sehe ich nichts als cigarrenmacher, weinbrauer, pfarrer und alte weiber W. Hauff s. w. (1890) 2, 315; geheimrath Engel ... publiziert ... eine tabelle über die in Berlin im jahre 1855-60 gestorbenen und berechnet dann das durchschnittsalter, das in den verschiedenen berufsklassen erreicht wurde: demnach erreichen die rentiers und partikuliers durchschnittlich ein alter von 661⁄2 jahren, die ... cigarrenmacher ... nur eines von 31 jahren Lassalle ausgew. red. u. schr. 2, 91; hdwb. d. staatswiss.² 7, 12. —
zigarrennudel f.,
länglich runde nudeln aus kartoffeln, in schmalz schwimmend gebacken H. Fischer 6, 2, 3481. —
zigarrenqualm m.,
wie -dunst. —
zigarrenrauch m.:
Holtei erz. schr. (1861) 7, 128; Rosegger schr. III 8, 337. —
zigarrenrauchen n.:
(beim tabakgenusz) ergeben sich weitere unterarten, und zwar ... das pfeifenrauchen, ... cigarrenrauchen hdwb. d. staatswiss.² 7, 3. —
zigarrenraucher m.
zigarrenröhrchen n.,
zigarrenspitze, ein fingerlanges röhrchen aus meerschaum, oft mit bernsteinspitze, aus metall oder holz, aus welchem die kurzgebrannten zigarren zu ende geraucht werden: I. F. Castelli memoiren (1913) 2, 353; -röhrle H. Fischer 6, 1, 1194; -röhrli schweiz. idiot. 6, 1238. —
zigarrenschachtel f.,
kleine zigarrenkiste aus pappe, auch gleich der -kiste aus holz, so bei H. Fischer 6, 1, 1194. —
zigarrenschale f.,
schale zum anbieten oder bequemen entnehmen von zigarren: der pastor hielt ... schon die zigarrenschale in bereitschaft Rosegger schr. III 10, 128; ich warf in meinem wagen in die darin befindliche zigarrenschale einige kupferkreuzer für arme I. F. Castelli memoiren (1913) 2, 402. —
zigarrenspitze f.,
gleich -röhrchen, das in Norddeutschland üblich wort: H. Seidel Leberecht Hühnchen (1899) 83; das aber auch in Österreich vorkommt: das meerschaumene cigarrenspitzel Rosegger schr. II 19, 310. —
zigarrensteuer f.,
steuer auf zigarren.
zigarrenstummel m.,
niedergebrannte zigarre: die burschen hatten ... ihre cigarrenstummel im munde und waren keck mit wort und armen Rosegger schr. (1895) I 14, 318; der hagere, hohlwangige mann auszen wirft den zigarrenstummel von sich L. Anzengruber ges. w. 4, 314; Michalina, die ... die achtlos hingeworfenen, halb zertretenen zigarrenstummel zusammenlas Clara Viebig d. schlaf. heer (1904) 2, 339; s. t. 10, 4, 401. —
zigarrenstumpen m.,
meist nur stumpen, eine gleichmäszig dicke, beiderseits abgeschnittene zigarre, als Schweizer stumpen im handel; s. t. 10, 4, 436; schwäb. H. Fischer 6, 1, 1194, hier auch übertr. dickes kind; gleich -stummel F. Reuting wb. d. Höchster mda. 44. —
zigarrenstumpf m.,
gleich -stummel, s. t. 10, 4, 435: der alte schien aus dem zigarrenstumpf erfindung zu saugen Lenau s. w. (1910) 1, 274; plauderte ..., dieweil er ... an einem zigarrenstumpf sog, der nicht recht brennen wollte Rosegger schr. III 9, 375. —
zigarrentasche f.,
lederne tasche, behälter für zigarren, gewöhnlich in der rock- oder manteltasche getragen: sehen sie diese zigarrentasche ..., sie (die braut) hat sie mir zum geburtstage angefertigt W. Raabe s. w. I 2, 226; gegen die mücken führe ich ein mittel bei mir, sagte er, eine zigarrentasche hervorziehend H. Seidel Leberecht Hühnchen (1899) 151.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1951), Bd. XV (1956), Sp. 1255, Z. 64.

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Zitationshilfe
„cigarrentasche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/cigarrentasche>, abgerufen am 16.10.2021.

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