Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

krafeel, cravel, n.

krafeel, cravel, n.
eine art groszer kauffarteischiffe: a. 1489 d. 15. sept. da verging (gieng unter) Brosien Mallin mit seinem kraffeel mit seinen zweien söhnen und mit 200 auserlesenen volkes, davon borgten (retteten) sich 16 man. Henneberger preusz. landtafel 80; im sommer liesz Caspar von der Memel ein solch (so grosz) krafeel bauen als in vielen jahren keins gebauet war. 94;
führt ein cravel ein reicher schiffer.
Waldis Es. 3, 51, 36 Kurz;
bedinget mich auf ein cravel (zur fahrt nach Riga).
4, 13, 7.
nd. kravêl brem. wb. 2, 866 mit beleg aus dem 16. jh., als fem. Berckmann strals. chr. 187. Es ist ein roman. wort, frz. caravelle u. s. w. (Diez 1, 113), das aber selbst von germ. ursprunge ist, s. sp. 1800.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1869), Bd. V (1873), Sp. 1931, Z. 42.

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Zitationshilfe
„cravel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/cravel>, abgerufen am 21.10.2021.

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