Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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dadern, dädern, dodern

dadern dädern dodern,
schnattern wie gänse, gingrire, daher albern, ungeschickt, hastig schwätzen. dädern in der Schweiz, wo es auch, wie das niederländ. tateren, stottern heiszt (Stalder 1, 256), dasselbe wort mit vorgesetztem s. es ahmt den laut nach.
die gens mit irem dadern
dada, dada, dada,
mit irem geschrei und schnadern
dada, dada, dada
Uhland 570.
bei süszem most und külem wein
vertreibt man in das dadern fein
571.
toderen, mit der red zuͦ vast eilen convolvere verba Maaler 403ᵃ. schnell auf einandern toderen oder bloderen 403ᵇ. dodera Tobler 143; auch Stieler 269 führt dodern an. engl. to dote faseln, kindisch werden. als da ein mensch muͦsz geschwadert haben, und tadert und tadert on underlasz Keisersberg Sünden des munds 81ᵃ. ich weisz nit, aber es hat lang in mir gedodert, man werf etwan den gemeinen man über daz seil Murner Karsthans 172, 15.
woltest du mir dann herwider dadern
H. Sachs 1, 511ᵈ.
schwatzen, klappern und dadern
1, 520ᵃ.
jetzt stillschweigend, darnach er dadert
1, 538ᵃ.
untrew schwatzen und dadern
2. 2, 58ᵃ.
zwo badmeid lausten an einander
und theten auch dadern und schnarren
4. 3, 88ᵃ.
zank, schmehen und tadern
5, 183ᵈ.
nun so schweig du nun daling still,
wan du weist ie es ist mein will,
dasz du solst dienen und nit hadern,
mit unnützen worten zu dadern
5, 245ᵉ.
etliche schnatterten, tadderten, kläpperten und schnäbelten zusammen wie die vögel, wann sie dem garn entwischen Fischart Garg. 149ᵃ. nachdem er sehr subtil darvon getadert hat, so falt er doch zuletzt vom karren ders. Bienenkorb 85ᵇ. wan sie finden zu plappern, papplen und tadern drinnen genug 194ᵇ. dan die gar gelehrt sein wollen, haben gemeinlich vil zu tadern und auszzurichten 204ᵇ. das glaubt solcher genserich war sein, und allenthalben wuste er wie die leinweber ihre meister erwehlten, zu tadern Kirchhof Wendunmut 234ᵇ.
allzeit habt ihr ein sollich daderen,
wie d'enten in der mistgrub schnaderen,
dasz niemand hört sein eigen wort.
Thurneisser Archidoxa bl. 11.
die (mägdlein) gern in weiszen schleiern gahn
und nichts dann nur von bulschaft tadern
und wie die gäns unnützlich schnadern.
Ganskönig Hv.
etzliche die allein schreiens und daderens gewont Thurneisser Vom harn bl. 47. können nicht mehr aufhören mit dädern und schnädern wie kleine kinder Jerem. Gotthelf Erzählungen und bilder 3, 190.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 671, Z. 27.

dadern, dädern, dodern

dadern dädern dodern,
schnattern wie gänse, gingrire, daher albern, ungeschickt, hastig schwätzen. dädern in der Schweiz, wo es auch, wie das niederländ. tateren, stottern heiszt (Stalder 1, 256), dasselbe wort mit vorgesetztem s. es ahmt den laut nach.
die gens mit irem dadern
dada, dada, dada,
mit irem geschrei und schnadern
dada, dada, dada
Uhland 570.
bei süszem most und külem wein
vertreibt man in das dadern fein
571.
toderen, mit der red zuͦ vast eilen convolvere verba Maaler 403ᵃ. schnell auf einandern toderen oder bloderen 403ᵇ. dodera Tobler 143; auch Stieler 269 führt dodern an. engl. to dote faseln, kindisch werden. als da ein mensch muͦsz geschwadert haben, und tadert und tadert on underlasz Keisersberg Sünden des munds 81ᵃ. ich weisz nit, aber es hat lang in mir gedodert, man werf etwan den gemeinen man über daz seil Murner Karsthans 172, 15.
woltest du mir dann herwider dadern
H. Sachs 1, 511ᵈ.
schwatzen, klappern und dadern
1, 520ᵃ.
jetzt stillschweigend, darnach er dadert
1, 538ᵃ.
untrew schwatzen und dadern
2. 2, 58ᵃ.
zwo badmeid lausten an einander
und theten auch dadern und schnarren
4. 3, 88ᵃ.
zank, schmehen und tadern
5, 183ᵈ.
nun so schweig du nun daling still,
wan du weist ie es ist mein will,
dasz du solst dienen und nit hadern,
mit unnützen worten zu dadern
5, 245ᵉ.
etliche schnatterten, tadderten, kläpperten und schnäbelten zusammen wie die vögel, wann sie dem garn entwischen Fischart Garg. 149ᵃ. nachdem er sehr subtil darvon getadert hat, so falt er doch zuletzt vom karren ders. Bienenkorb 85ᵇ. wan sie finden zu plappern, papplen und tadern drinnen genug 194ᵇ. dan die gar gelehrt sein wollen, haben gemeinlich vil zu tadern und auszzurichten 204ᵇ. das glaubt solcher genserich war sein, und allenthalben wuste er wie die leinweber ihre meister erwehlten, zu tadern Kirchhof Wendunmut 234ᵇ.
allzeit habt ihr ein sollich daderen,
wie d'enten in der mistgrub schnaderen,
dasz niemand hört sein eigen wort.
Thurneisser Archidoxa bl. 11.
die (mägdlein) gern in weiszen schleiern gahn
und nichts dann nur von bulschaft tadern
und wie die gäns unnützlich schnadern.
Ganskönig Hv.
etzliche die allein schreiens und daderens gewont Thurneisser Vom harn bl. 47. können nicht mehr aufhören mit dädern und schnädern wie kleine kinder Jerem. Gotthelf Erzählungen und bilder 3, 190.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 671, Z. 27.

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Zitationshilfe
„dädern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%A4dern>, abgerufen am 03.07.2020.

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