Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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däffeln

däffeln,
schlagen, klopfen, deffeln Schmeller 1, 358. und däffelt ihr das angesicht jämmerlich mit fäusten Simpliciss. 2, 383 (Vogelnest 2, 7). Maaler 397ᶜ hat täfferen vertäffern für mit brettern verdielen, assare täfeln, womit es zusammenhängen wird.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 673, Z. 61.

tafeln

tafeln,
s. täfeln.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 21, Z. 35.

tafeln, verb.

tafeln, verb.
1)
zu tafel 2, durch anschlagen an eine (hölzerne) tafel ein zeichen geben statt des läutens Lexer 2, 1410 (14. jahrh.): das tafflen in der karwochen sol abgestelt und nit mer getaffelt, sondern die glocken geleut werden. Schmid schwäb. wb. 117 vom jahre 1529 (mit ganz falscher erklärung); schlagen, prügeln: wie wir über den Judas am karfreitag taflen (s. Judasjagen und pumpermette). Frank weltb. 151ᵃ; das du auch mit fäusten wirst getäfflet werden. buch der liebe 213ᵇ, ebenso schweiz. täffeln Stalder 1, 256 (s. däffeln theil 2, 673). dann wie ratschen: so sie im chor die tagzeit wie die atzlen taflent. J. Eberlin der vii. bundtgnosz bl. 5; so wird im das taflen (schwatzen) schon geligen. Wirsung Cal. n 4ᵃ; schweiz. täffeln, schwatzen, klatschen Stalder a. a. o.
2)
zu tafel 4, mhd. tavelen, auf dem brette spielen K. v. Haslau jüngl. 534.
3)
zu tafel 5, b, tafel halten, gut speisen, schmausen, mhd. tavelen Jüdel 133, 20, nd. tafeln brem. wb. 5, 4, henneb. tafel Spiesz 250: wer viel tafelt, macht kurzes testament. Simrock sprichw. 545;
Zeus, der die kurzweil liebt,
fand diese art zu tafeln sehr betrübt.
Wieland der verklagte Amor 4, 164;
ich liebe zu tafeln am lustigen ort,
ich kost' und ich schmecke bei'm essen.
Göthe 1, 137 (ged. 1, 124 Weim.);
mögen sich die sein joch aufladen,
die mitessen von seinen gnaden,
die mit ihm tafeln im goldnen zimmer.
Schiller 12, 57 (Wallenst. lager 11);
wenn wir mittags lange getafelt .. hatten. Hauff werke (1869) 2, 13; in Wibye .. tafelte der könig, umgeben von den groszen seines reichs. Dahlmann dän. gesch. 1, 313; in Versailles fand ich den marschall tafelnd mit einigen seiner standesgenossen. C. F. Meyer novellen 2, 261.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 21, Z. 36.

täfeln

täfeln,
s. tafeln 1.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 21, Z. 70.

täfeln, verb.

täfeln, verb.,
ahd. tavalôn, mhd. mit unorganischem umlaute (wie von einem ahd. tavaljan) tevelen, wände oder fuszböden mit tafeln (1) bekleiden: getafelt, getefelt, tabulatum Dief. 571ᵇ; tafeln Frisch teutsch - franz. wb. 346ᵃ; und bawet die wende des hauses inwendig an den seiten von cedern .. und taffelt den boden des hauses mit tennen bretter. 1 kön. 6, 15; ich wil mir ein gros haus bawen .. und mit cedern tafeln. Jer. 32, 14; ein schön zimmer, von fladerholz getäflet. Ernstinger raisbuch 266; eine stube täfeln, den boden und die wände mit dielen bedecken. Rädlein 864ᵇ; bis auf eine grosze höhe getäfelt, waren übrigens die wände .. weisz. Göthe 24, 25; man führte uns in ein getäfeltes zimmer. 30, 135; wir wurden (bei Bodmer) eine stiege hoch in ein ringsgetäfeltes zimmer geführt. 48, 110;
alle wände
waren spiegel und des zimmers boden
elfenbein in schöngetäfelter arbeit.
Platen 4, 248.
uneigentlich: denn ir (der vögel) saal ist gewelbet mit dem schönen weiten himel, ir boden ist eitel feld, getefelt mit hübschen grünen zweigen. Luther 5, 21ᵃ; dasz sein putz- und sein schlafzimmer — von Scipio's enthaltsamkeit an bis zu der keuschen Lucretia, nur mit tugendspiegeln getäfelt sei. Thümmel reise 9 (1803), 128; getäfelte (geputzte, glatte) leichte figuren, wie Falterle (der tanzlehrer). J. Paul Titan 1, 119.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 21, Z. 71.

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Zitationshilfe
„däffeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/d%C3%A4ffeln>, abgerufen am 30.07.2021.

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